man-690201_1920Unsere Schultern sind ein stark beanspruchter Bereich unseres Körpers. Über unserem Schultergelenk treffen mehrere Muskeln, Sehnen und Nerven – von Arm, Kopf und Rücken – aufeinander. Diese interagieren miteinander und unterstützen sich gegenseitig. Verspannungen in diesem Bereich können mit unter sehr schmerzhaft sein und weitere Folgen nach sich ziehen.

Dreh- und Angelpunkt für viele aktive Bewegungen 
Überlege einmal selbst, wie oft du deine Schulter in nur wenigen Minuten in die unterschiedlichsten Richtungen bewegst.
Nimm dir kurz Zeit und hole dir ein Glas aus dem Schrank und achte darauf in welche unterschiedlichen Positionen du deine Schulter bringst.
Am Ende eines Tages haben sich deine Schultern in etliche Richtungen bewegt.

Kopf- und Rückenschmerzen durch verspannte Schultern
Aber auch ganz unbewusst nutzt unser Körper die Schulter, zum Beispiel als körperliche Reaktion bei Stress. Die Schulter verkrampft sich automatisch und sie wird nach oben gezogen.
Diese Verspannungen können zu akuten- und chronischen Schulterschmerzen führen, Entzündungen im Gelenk auslösen und sich auch auf weitere Teile deines Körpers auswirken.

Der Weg zu entspannten Schultern
Wann immer sich deine Schulter angespannt anfühlt, führe die folgende Übung aus.
Anfangs und bei sehr starken Beschwerden wirst du die Übung sehr häufig ausführen müssen, aber der Erfolg bei regelmäßiger Übung wird es dir danken!

Führe alle Übungen im Sitzen aus.
Sitze auf dem vorderen Teil des Stuhls, deine Füße stehen schulterbreit auf dem Boden.

Wichtig für jede Übung:
Führe die Bewegung langsam und ohne Anstrengung aus.
Entspanne dich und deinen Körper so gut wie möglich.
Ruhe nach jeder Bewegung kurz aus.
Wiederhole jede Übung vier bis acht Mal.
Führe die Übung mit beiden Schultern nacheinander aus, mit welcher du beginnst, entscheidest du selbst.

Schulter hochÜbung 1: Hebe langsam deine Schulter an und senke sie ebenso langsam wieder ab.
Bewege nur die Schulter, dein Arm bleibt passiv liegen.
Atme entspannt in deinem Rhythmus und ruhe kurz aus.
Wiederholen.

Schulter hochundKopfÜbung 2: Hebe langsam deine Schulter und neige gleichzeitig deinen Kopf in Richtung Schulter, kehre langsam in die Ausgangsposition zurück. Den Kopf bei der Übung nicht drehen, lediglich zur Seite neigen.
Atme entspannt in deinem Rhythmus und ruhe kurz aus.
Wiederholen.

Schulter runterÜbung 3: Bewege deine Schulter langsam nach unten und langsam wieder zurück.
Der Arm bleibt passiv.
Atme entspannt und ruhe kurz aus.
Wiederholen.

 

Ruhe nach diesen Übungen kurz aus.
Schließe deine Augen und fühle deine Schulter. Nimmst du bereits einen Unterschied wahr? Vergleiche das Gefühl mit deiner anderen Schulter.

 

Schulter hintenÜbung 4: Bewege deine Schulter langsam nach hinten und wieder zurück.
Atme entspannt in deinem Rhythmus und ruhe kurz aus.
Wiederholen.

 

Schulter vornÜbung 5: Bewege deine Schulter langsam nach vorne und wieder zurück.
Atme entspannt und ruhe kurz aus.
Wiederholen.

 

Schulter vornundkopfÜbung 6: Führe deine Schulter langsam nach vorne und drehe gleichzeitig deinen Kopf in Richtung Schulter. Kehre langsam in die Ausgangsposition zurück. Drehe den Kopf, nicht zur Seite neigen. Atme entspannt und ruhe kurz aus. Wiederholen.

 

Schulter kreisÜbung 7: Bewege deine Schulter langsam und kreisförmig nach hinten.
Führe eine vollständige Kreisbewegung langsam aus.
Atme entspannt und ruhig.
Ruhe kurz und wiederhole die Übung.

Schulter kreisvornÜbung 8: Mache die kreisförmige Bewegung in die andere Richtung.
Atme in deinem Rhythmus und ruhe kurz aus.
Wieder holen.

 

Ruhe dich aus!
Lehne dich entspannt zurück und spüre noch einmal deine Schulter.
Stehe auf und laufe etwas umher und mache dir den Unterschied zu vorher bewusst.

Entspannte Grüße,
Iris